Schlecht gespielt, aber gewonnen

Barums Handballerinnen mühen sich gegen Regionsoberliga-Aufsteiger ab.

Von Dennis Lendeckel

Lebenstedt. Das wäre beinahe schief gegangen. Beim 25:23 (14:12) kam der TV Gut Heil Barum mit einem blauen Auge gegen den TSV Schöppenstedt in der Handball-Regionsoberliga der Frauen davon.

Zwar erwischte Barum einen guten Start und führte mit einem Stand von 5:2, aber der frühe Verletzungsausfall von Jasmin Schudrowitz nach nur vier Minuten ging nicht spurlos an der Mannschaft vorbei. Der Aufsteiger hielt gut mit und ließ sich nicht abschütteln. Beim 9:9 gelang dem TSV der Ausgleich.

Barum fehlte der richtige Druck im Angriff, um die Gäste-Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Dennoch kam Gut Heil immer wieder zu guten Abschlüssen und holte sich die Führung bis zur Pause zurück.

Nach dem Wechsel agierte Barum weiter zu inkonsequent, vor allem in der Abwehr. Schöppenstedt nutzte das aus und führte plötzlich. Mit Moral und Kampfgeist stemmte sich Barum dagegen, vor allem Alina Voigt zeichnete sich in dieser Phase mehrfach aus. Bis zum 22:22, fünf Minuten vor Schluss, wogte die Begegnung hin und her. Die gut aufgelegte Inka Schudrowitz hielt Barum mit ihren Paraden dabei im Rennen.

Dann erzielte Gut Heil drei Treffer in Folge und ließ in den letzten Sekunden nichts mehr anbrennen. "In der Abwehr haben wir uns zu wenig bewegt und damit Schöppenstedt zu leichten Toren eingeladen. Kämpferisch haben wir gut agiert, die Abschlussquote war insgesamt völlig in Ordnung, aber trotzdem müssen wir uns deutlich steigern", atmete Barums Trainer Christian Schumann nach dem Schlusspfiff erleichtert auf.

Denn mit dem Heimsieg bleibt Gut Heil auf Tuchfühlung zu Platz zwei, nur ganz vorn an der Spitze zieht der kommende Gegner, der VfL Wittingen, einsam seine Kreise. Um dessen Serie zu stoppen, muss Barum aber mehr als einen Gang höher schalten.

TV GH Barum: I. Schudrowitz; Bosse (5 Tore), Voigt (4), Dunker (3), Lüders (3), N. Mau (3), M. Mau (2), Ronis (2), Bork (1), Fermer (1), J. Schudrowitz (1), Haftendorn, Johns, Tschirpig.

 

Quelle: Salzgitter Zeitung vom 23.11.2016

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