Zittersieg der Handballerinnen in Thiede

Mit dem Barumer Sieg gerät Derby-Gegner Thiede in akute Abstiegsgefahr aus der Handball-Regionsoberliga.

Von Dennis Lendeckel

Thiede. Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die Handballerinnen von Gut Heil Barum im Regionsoberligaderby bei Viktoria Thiede. Trotz magerer Handballkost setzten sich die Gäste mit 15:10 verdient durch.

FC Viktoria Thiede - TV Gut Heil Barum 10:15 (4:8). In einem niveauarmen Spiel ging die Viktoria früh mit 2:0 in Führung, doch das war es dann schon mit der Herrlichkeit der Gastgeberinnen. Barum übernahm das Kommando, ohne dabei zu glänzen. Mitte der ersten Hälfte hieß es 2:6 aus Thieder Sicht.

Eklatant war die Angriffsschwäche der Gastgeberinnen, die zum einen nur 25 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld im ersten Durchgang erfolgreich verwandelten und zum anderen elf unnötige Ballverluste produzierten. Barums Abwehr hatte keine besondere Mühe, kam doch zu wenig Druck auf sie zu.

Zwar packte auch Gut Heil nicht das Gelbe vom Ei aus und verzeichnete ebenfalls acht unnötige Ballverluste, doch die Trefferquote war mit 50 Prozent auf einem akzeptablen Niveau. Entsprechend verdient gingen die Barumerinnen mit vier Toren Vorsprung in die Pause.

Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer zunächst eine Duplizität der Ereignisse. Die Viktoria markierte erneut die ersten beiden Treffer. Schon keimte Hoffnung auf. Doch Barum behielt die Nerven und stellte den alten Abstand beim 8:12 (51. Minute) her.

Zwar sank Gut Heils Wurfquote rapide, doch auf beiden Seiten blieb die Fehlerquote enorm hoch. Thiede leistete sich insgesamt weitere zehn Ballverluste, Barum deren acht. Dank der souverän verwandelten Siebenmeter von Michelle Mau behauptete Gut Heil seine Führung. Als sich Alina Voigt in der 55. Minute auf halbrechts durchtankte und zum 14:9 für Barum traf, war die Entscheidung gefallen.

"Wir haben lange gut mitgehalten, aber offensiv waren wir einfach zu schwach, um Barum in Verlegenheit zu bringen", analysierte Viktorias Trainer Frank Pfeiffer. Auch Barums Coach Christian Schumann war nicht zufrieden. "Es war ein schlechtes Spiel mit viel zu vielen Ballverlusten. Wir haben zu wenig Druck auf die Abwehr ausgeübt und uns der Viktoria angepasst", monierte Schumann.

Am Ende ging der Sieg der Barumerinnen dennoch auch in der Höhe in Ordnung. Die Viktoria gerät damit wieder in akute Abstiegsgefahr, da die hinter ihr platzierten Mannschaften in der nächsten Woche gegeneinander antreten, während Thiede den verlustpunktfreien Tabellenführer aus Wittingen erwartet.

Viktoria Thiede:Aboulhana, Szymanska; Schmerse (4 Tore), Cramm (3), Denecke (1), Himstedt (1), Möller (1), Albrecht, Eimecke, Hrdina, Jarzombek, Lempke, Sander.

GH Barum:I. Schudrowitz, Johns; Ruthmann (5), M. Mau (4/3), Bosse (2), Bork (1), Lüders (1), J. Schudrowitz (1), Voigt (1), Haftendorn, Fermer, N. Mau, Ronis, Tschirpig.

Foto: Dennis Lendeckel

 

Quelle: Salzgitter Zeitung vom 14.02.2017

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