Barumer Handballerinnen spielen 17:17

 
Celine Haftendorn spielte wie die gesamte Barumer Mannschaft eine tolle erste Halbzeit. Foto: Dennis Lendeckel
 
Von Dennis Lendeckel

Lebenstedt. Die Serie ist gerissen. In der Handball-Regionsoberliga mussten die Barumerinnen zu Hause den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen. Nach starker Anfangsphase reichte es am Ende gerade noch zu einem ernüchternden 17:17 gegen Ehmen.

TV Gut Heil Barum - HSC Ehmen 17:17 (12:6). Der Auftakt verlief ganz nach dem Geschmack der Gastgeberinnen. Nach neun Minuten führte Gut Heil mit 7:0. Der Ball lief flüssig und gekonnt durch die Reihen, mit viel Tempo riss Barum die nötigen Löcher in Ehmens Abwehr und verwandelte sieben von neun Würfen.

Bis zum 11:3 nach 23 Minuten spielte Barum wie aus einem Guss, Ehmen hatte bis dato nicht den Hauch einer Chance. Barums Abwehr stand beweglich auf den Beinen und packte gut zu, wenn doch mal eine Gästespielerin durchkam, stand noch eine gut aufgelegte Julia Johns im Kasten.

Doch in der Schlussphase fand Ehmen ins Spiel. Barum stellte nämlich zum einen das Torewerfen ein, zum anderen übte Ehmen zunehmend mehr Druck auf die Abwehr aus. Mit einer immer noch komfortablen Führung für Barum ging es in die Kabinen (12:6).

Nach dem Wechsel erwachte Gut Heil jedoch nicht aus seiner Lethargie. Die Wurfquote sank dramatisch, selbst einfachste Würfe fanden nicht ihr Ziel. Barum warf Ehmens Torfrau langsam aber sicher zur Heldin. Vier Siebenmeter und freie Tempogegenstöße vergaben die Gastgeberinnen. Das baute die Gäste auch mental enorm auf. Tor um Tor verkürzte der HSC und bei Barum schlichen sich immer mehr Fehler und vor allem ein hoher Grad an Verunsicherung ein. Keine Spielerin schien Verantwortung übernehmen zu wollen, um das Ruder noch einmal herumzureißen. 70 Sekunden vor Schluss ging Ehmen beim 16:17 sogar erstmals in Führung. Ein Treffer von Alina Voigt, die mit ihrer Durchsetzungskraft in der zweiten Hälfte sehr sparsam umgegangen war, rettete dem Favoriten wenigstens einen Zähler aus einem Spiel, das lange vorher hätte entschieden werden können.

"In der ersten Halbzeit hatten wir nach unserem furiosen Start alles unter Kontrolle, leider haben wir in der zweiten Hälfte die Angriffe nicht konsequent genug ausgespielt und selbst die klarsten Dinger nicht reingemacht", haderte Barums Trainer Christian Schumann. "Mit fünf Toren in 30 Minuten kann man einfach kein Spiel gewinnen", übte er harsche Kritik an seiner Mannschaft, die im zweiten Durchgang alles vermissen ließ, was anfangs so hervorragend funktioniert hatte.

TV Gut Heil Barum: Johns, I. Schudrowitz; J. Schudrowitz (4/1 Tore), Voigt (4), Haftendorn (3), M. Mau (3/2), Bork (1), Bormann (1), Fermer (1), Bosse, Ronis, Tschirpig.

Quelle: Salzgitter Zeitung vom 07.03.2017

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